Yvo Verschoor
Pianist Yvo Verschoor (1966) absolvierte 1994 das Königliche Konservatorium in Den Haag in der Richtung Jazz/Improvisation. Seit 1992 spezialisiert er sich in der Begleitung von Stummfilmen. Als fest engagierter Pianist des Niederländischen Filmmuseums (Eye Film Institute Netherlands) in Amsterdam, des Haager Filmhauses und von Theater Lantaren/Venster in Rotterdam spielt er regelmäßig bei Filmvorführungen.
Yvo Verschoor und 'Frau
Blüthner', eine kurze Impression von einige Stummfilm Konzerte
Yvo und Frau Blüthner im Vondelpark Amsterdam, juli 2010 (Bild: Reinder Wijnveld)>
Yvo Verschoor stellt auch selbst verschiedene spezielle Filmprogramme zusammen.
"Die neue Programme, die ich zusammenstelle und jeden Monat im Pianola Museum präsentiere, entstehen aus meiner Leidenschaft zu diesen besonderen Filmen. Diese Filme berühren mich, ich finde sie komisch oder ergreifend, ich finde sie schön oder gut gemacht, das Thema interessiert mich, oder sie passen gut zu einer bestimmten Musik. Ich ordne Filme dann auch am liebsten so an, dass in meinen Vorstellungen ein bestimmtes filmhistorisches oder musikalisches Thema soviel wie möglich in den Vordergrund tritt."
"Die Kunst, zu Bildern zu improvisieren bleibt faszinierend.
Klang bestimmt, wie ich meine, die Atmosphäre und ist für die Qualität meiner Improvisationen und Filmkonzerte von gröβter Bedeutung.
Deshalb spiele ich in meinen FilmKonzerten, wenn immer es nur geht, auf meinem eigenen historischen Blüthner Konzertflügel aus dem Jahre 1897, ein Instrument aus derselben Zeit wie die Filme, zu denen ich spiele. Dadurch, dass ich meinen Flügel selber mitnehme, ermöglicht es auβerdem, an nahezu jedem Ort mit stets einer hochwertigen Klangqualität Filmkonzerte zu geben."
Ein altes Handwerk lebt wieder auf; es entsteht ein intimer Dialog zwischen Film, Musik und Publikum, wenn sich alte Bilder mit live improvisierter Musik, die von ihnen inspiriert wird, verbinden. Vielfarbige Elemente klassischer, Jazz- en zeitgenössischen Musikstile werden in diesen Improvisationen verarbeitet, so dass Filme von neuem zum Leben erweckt werden und ihre Geschichte erzählen. In Bild, Atmosphäre und Ton.
Deutsche Welle TV über FilmPianist Yvo Verschoor
Leidenschaft, Drama und Komödie werden frei assoziierend musikalisch interpretiert und jedesmal wieder zu einem neuen
Ganzen zusammengefügt. Der moderne Flügel ist durch seine Diversität an Klangfarben und Dynamik hierfür ganz besonders
geeignet.
Yvo und Frau Blüthner mit 'Bed und Sofa' (Berlin 2008)>
(Photo: Reinder Wijnveld)
Leider wird oft zu Unrecht davon ausgegangen, dass Stummfilme immer auf
einem verstimmten, schlechten Klavier begleitet werden, während die Anfangsjahre
des Films gerade die Sternstunden des Klaviers darstellten, und gerade
zu dieser Zeit ganz gute Instrumente gebaut und auch gebraucht wurden.
Yvo Verschoor bringt deswegen am liebsten seinen eigenen Konzertflügel
mit sich; 'Frau
Blüthner', ein prächtiges historisches Instrument von 2,30
meter Länge, gebaut in Leipzig im Jahre 1897.
Yvo Verschoor schrieb verschiedene Partituren für Dokumentationen, Spielfilme und bunten Programme, die live aufgeführt oder auf Video herausgegeben wurden.
Seit einigen Jahren macht er Kino- und Theatertournees durch die Niederlande, Belgien und Deutschland mit Film-Musik-Theater-Vorstellungen (sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder)
Als Solopianist hat Yvo Verschoor bei unzähligen anderen Filmprogrammen
und Filmen gespielt wie:
'Cinema Brut', 'Avantgarde in den zwanziger Jahren',
'Stille Sterne', 'Die Wurzeln des Horrorgenres' und Hunderten bekannter
und unbekannter Filme aus der Periode 1895-1929. (mehr info : Agenda)
Er schrieb die Musik zu Filmen des bekannten Künstlers David Haines und spielt er regelmäßig mit der Violistin Marike Verheul zusammmen eigene Kompositionen und Improvisationen, inspiriert von Bild, Text oder der Situation vor Ort (Gelegenheit, Räumlichkeit, Publikum).
Yvo Verschoor spielte viele Male auf dem Internationalen Filmfestival Rotterdam, dem Stummfilmfestival in Bologna, der Filmmuseum-Biennale in Amsterdam, dem Filmfestival von Münster, dem Berliner Filmmuseum, dem Vassar College New York und dem (niederländischen) Oerol Festival. (Agenda)
Er macht daneben diverse Schulaufführungen, gibt Unterricht in Klavierimprovisation, Lesungen über Filmmusik/-geschichte des Stummfilms und arbeitet regelmäßig mit bei Filmprogrammen der (niederländischen) Film und Fernsehen Akademie und der Universität von Amsterdam (UvA).
Yvo
Verschoor und 'Frau Blüthner' in Berlin, 2008.
(Bild: Martin Stoop)
In Zusammenarbeit mit dem Niederländischen
Filmmuseum machte
Yvo Verschoor:
-'RinTinTin de Wolfshond' 1995 mit über 250 Vorstellungen in die Nederlände
en Flandern.
-'Cinema Brut '1995
-Lubitsch Retrospective 1996
-Laurel & Hardy Programm 1996
-Avant-Garde Programm 1997
-Hitchcock Retrospective 1997
-Greta Garbo Programm 1997
-Asta Nielsen programma 1997
-'Oscar de olifant' 1997 familienvorstellung mit Schauspieler Berry Eggink, über
50 vst. in die Niederlände.
-'Het mysterie van de Zuidpool' 1999, Regie Frank Roumen nach 'The
Forbidden Quest', Regie Peter Delpeut (143 Vst. in die Niedelände & Flandern)
-Film Liga programma 1999 mit Tournee großere Kinos
-Daisuke Ito programma 2000
IFFR International Film Festival Rotterdam
-1997 'Entr'acte' mit Schlagwerker Barry Olthof
-1999 'La sirene des tropiques' zusammen mit Pianist Wim van Tuyl
-2001 u.a. 'The Docks of New York' Solo im Pathé Rotterdam
-2005
'Afgrunden' mit Martin de Ruiter/Annie Tangberg
-2006 'Nul uur Nul' und
'Groei' Solo am Bösendorfer Flügel
| Haags Filmhuis Den Haag - u.a. Tournee mit 'The Crowd'(1929) org. Erik Daams |
Theater Lantaren/Venster
Rotterdam |
STIP theaterproducties |
Zauberlaterne Museum Scheveningen |
| Vassar College New York mit Magic Lantern Show 'Uncle Tom's Cabin' 2004 |
| Il Cinema Ritrovato, Bologna (Silent Film Festival Italy) Josephine Baker programm 1998 |
| Holland Animation Festival ('t Hoogt, Utrecht) |
| Cinekid Festival |
| Goethe Institut Rotterdam |
| Nederlands Filmarchief (musik 15 video's Bilder aus Niederlande en Indien) 1998-2001 |
| Ger Poppelaars & Rob Houwer (musik docu 'Het Grootste van het Grootste' over Abraham Tuschinski 2001) |
IJswater Films ( 'De Tijdreiziger' 1997, Regie
Dick Tuider) |
Arsenal Kino Berlin Deutschland, |
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